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16.07 2005
Samstag, 0:47

Um genau eine Woche zu spät um aktuell zu sein

Die Gedanken des Papsts sind unergründlich

DerPapst

Was hatt sich unser geheiligter Vater beim Anblick der riesigen Menschenmassen am 20. Weltjugendtag wohl durch den Kopf gehen lassen? Meine Top 10 Thesen:

1) "Hööö, gib sich einer die geile Blonde mit dem Vorbau in der ersten Reihe"
oder wahrscheinlicher "Hööö, gibs sich einer den geilen Blonden in der ersten
Reihe"

2)"Wieviel Divisionen hab ich jetzt eigentlich wirklich?"

3)"Wie bin ich auf den Scheißnamen Benedikt gekommen. Papst Jonny Rambo, das
wärs gewesen."

4)"höhöhöhö, 'Wurst' ist ein lustiges Wort."

5)"Was wollen die fröhlichen Menschen da alle? Ich glaub die feiern was"

6)"Was da wohl meine Kinder dazu sagen werden..."

7)"Phase eins meines verrückten Plans ist abgeschlossen. Jetzt brauch ich
noch ein Atom-uboot und eine Alpacaherde... und die Welt ist mein."

8)"Das wird heut ne Party. Mit Nutten und Koks..."

9)"Ich hab schon lange keine Hummeln mehr gesehen."

10) "...und sie hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Greuel und
der Unreinheit ihrer Hurerei [...]und die Tiere werden die Hure hassen und
werden sie ausplündern und entblößen und werden ihr Fleisch essen und werden
sie mit Feuer verbrennen"







Verfasset am Tage des Hl. Titus anno domini 2005

Arschwarmer Kniefall einer geknechteten Seele die sich vor ewigen
Höllenqualen fürchtet...


Oh, ich bin es nicht würdig seinen gebenedeiten Namen zu erwähnen, aber
Jesus, o unehelicher Sohn unseres lieben, gnädigen, grausamen Gottes
mit der jungfräulichen Maid Maria, wie sehr habe ich deinen Namen
geschmähet. Mich selbst bußgeißelnd möchte ich die folgenden, harten,
empirischen Fakten darbringen:

1) Gott ist blau, dreieckig, leicht magnetisch und sehr mobil.
2) Gott wurde am 27. November 5823 v. Chr. geboren. Die Woche darauf hat er
im Bastelunterricht an seinem bis dato ehrgeizigsten Projekt zu arbeiten
begonnen, unserem Universum. Er ließ sich ganz schön Zeit, insgesamt saß er
fast eine Woche daran. Er ging auch nicht gerade gut mit dem Universum um,
überflutete so manchen Planeten immer wieder und quälte ein wenig dessen
Bewohner. Außerdem entwickelte er eine geradezu krankhafte Neugier an
Genitalien.
3)Im Alter von fast 6000 Jahren (Gott war noch Jungfrau) kam er sich
ein wenig einsam vor, und wünschte sich, naja, ein wenig Sex halt.
Leider gabs in seiner Altersklasse keine willige Partnerin, also hat er sich
eine jüngere Dorfpomeranze gekrallt. Doch die leidenschaftliche Nacht blieb
nicht ohne Konsequenzen: Gott, der unerfahren in solchen Sachen war, wollte
mittels Coitus interruptus verhüten, und da war die Scheiße auch schon
passiert... Sie war schwanger.
4)Nachdem der Balg auf der Welt war, wurds überhaupt problematisch. Der hat
bald rausgefunden wer sein Vater war und das leidlich ausgenutzt: Er durfte
Wunder vollbringen, wenn er seinem Vater dafür die Unterhaltszahlungen und
den Skandal erspart.
5)Aufgrund seines auffälligen Lebensstils kam der Bengel schließlich in
echte Schwierigkeiten und wurde zum Tode verurteilt. Aber - "Da papa wirds
scho richtn" - nach Vollstreckung des Urteils wurde er von Gott wieder
auferweckt.
6) Nach einer Zeit kam es dem Sohnemann aber, das die Römer ja auf die Idee
kommen könnten in noch ein bis zweimal zu kreuzigen. Um sich das zu sparen
haute er ab und wohnt seitdem in der Wohnung seines Vaters...





Geschrieben am 23.08. 0076 nach Batman

Die wahre, echte Geschichte des Christentums

70 n Chr. (eigentlich eine dumme Zeitangabe, wie sich im Laufe dieses
Eintrags herausstellen wird)

Der desillusionierte, arbeitslose Ikonograph Ezechiel (der aus dem kleinen
unbedeutenden Kaff Nazareth kommt) schreibt ein Undergroundcomic. Der Held
dieses Comics "Jésus the Crucifier" ist ein zorniger Aufrührer, der unter den
römischen Besatzern ein Blutbad nach dem andern anrichtet. Jésus,
ursprünglich unehelicher Sohn einer Bäuerin kommt in die große Stadt
Jerusalem, wo er nach einem Unglück mit einer verzauberten Spindel, einem
Forschungsreaktor und ein paar Gummiringerln Superkräfte bekommt.
Er kann Blitze schießen, hat einen Röngtenblick und rotierende
Rasierklingenarme. In seine getöteten Opfer ritzt er immer sein Symbol,
ein "t", das für "Tod allen Römern steht".
Ezechiel lässt die Geschichte ein wenig in der Vergangenheit spielen, weil
grad wieder so eine Retrowelle übers Land braust. Der Comic erfreut sich
schon bald einer treuen Fangemeinde.

cheezus

74 n Chr.

Der Medienmogul Petrus Fisher erwirbt sämtliche Medienrechte an dem Comic.
Um alle Zielgruppen abzudecken werden jetzt seine Jünger dazuerfunden. Der
egozentrische Petrus macht sich selbst zum 1. dieser Jünger.

75 n Chr.

Man geht an die Comicverfilmung. Da der Film (wie damals schon bekannt)
jedoch erst ca. 1800 Jahre später erfunden wird, bleibt das ehrgeizige
Projekt schon in der pre-production stecken. Aber man schreibt schon fleißig
am Drehbuch. Regisseur/Autor ist der mäßig begabte Sänger Karel Gott, der
für seine aufopferungsvolle Arbeit die Rolle des "Vater von Jésus" erhält.
Er kommt auf die coole Idee die Geschichte dramatisch enden zu lassen, mit
dem Tod des Protagonisten nämlich. Ironischerweise soll er auf einem "t"
gekeuzigt werden.

77 n Chr.

Nach 2 endlosen Jahren der Vorbereitung und einem Unglück nach dem nächsten
droht dem Projekt der finanzielle Kollaps. Die in Zeit und Raum
allgegenwärtige Walt Disney Corporation bietet die Übernahme des Projekts
an. Aber um welchen Preis: Um den Film zu einem Spaß für die ganze Familie
zu machen, verliert Jésus die meisten seiner Superkräfte, wird friedlich und
gleicht mehr und mehr einer Slapstickfigur. Um auf Biegen und Brechen ein
Happyend herbeizuführen läßt man Jésus wiederauferstehen. Außerdem reiht man
"Jésus, Kumpel aller Menschen" in die thematisch nicht im geringsten
Verwandte "Bibel"-reihe ein.
Um weitere Marktsegmente abzudecken werden 4 alternative Versionen
konzipiert (Matthäus-, Lukas-, Johannes- und Directors-cut).

78 n Chr.

Um die Zeit bis zum Erscheinen des Films zu überbrücken lässt man das
Merchandising schon mal anrollen. Neben Jésus T-shirts und Kaffebechern gibt
es auch das Buch zum Film, das sich bald so gut verkauft das das Projekt
gerettet scheint...




Was, schon wieder ein neuer Monat?

Es war ein eher langweiliger Nachmittag, den man nur für die üblichen
"langweiliger Nachmittags"-Beschäftigungen heranziehen kann:


1. gelangweilt fernsehen
2. gelangweilt Löcher in die Wand starren
3. gelangweilt auf die Löcher in den Wänden starren
4. gelangweilt meinem Bruder eine mit dem Staubschwert überziehen und so tun
als ob es ein Laserschwert ist
("Wsuomm, ssssch, piu piu, verreck, elender Jedi")
5. gelangweilt ein Gedicht schreiben
6. gelangweilt das Gedicht wegwerfen weils nicht so geworden ist
7. gelangweilt über den Sinn des Leben nachdenken
8. gelangweilt über den Sinn von Dackel nachdenken (die sinnlosesten Tiere
des Planeten: klein, hantelförmig, stinken und schmecken auch nur nach Hund)
9. gelangeilt eine Religion gründen

Und ab diesem 9ten Punkt ist es interessant geworden. Zuerst hab ich eine
der üblichen Religionen gegründet (großer Gott in Form eines Steines kommt
irgendwann wieder und macht eine Party, Bob der Baumeister in der Rolle des
Jesus). Ich hab sie dann aber wieder verworfen, den ein gebildeter,
vernünftiger, erwachsener Mensch (und ich möcht nicht nur Amerikaner als
Anhänger) würde wegen so einem Schwachsinn nicht vor die Tür gehen,
geschweige den in den Krieg ziehen.

Also, meine neue Religion hab ich schließlich nach diesen Statuten
gegründet:

I) "Ich bin ein Gott".
II) Niemand existiert.
IIIa) Wahrnehmung=Phantasie und umgekehrt
IIIb)Ich hab auf meine kranken Phantasien, die mir die sogenannte Realität
vorgaukelt, leider keinen Einfluss.
IV) Man soll keine Religionen gründen

So jetzt erläutere ich besser erst mal alles, wobei alle Statuten ineinander
einfliessen und deshalb nicht einzeln erklärt werden können:

Der vierte Punkt ist nur eine Art Gemeinheit, damit nicht irgendein Idiot in
einer fernen Zeit an einem langweiligen Nachmittag eine Beschäftigung
findet.
Der zweite und dritte Punkt basiert ein bißchen auf Descartes' "Ich denke
also bin ich". Da ich ja nichts außerhalb meiner Wahrnehmung wahrnehmen
kann, kann ich kurzerhand widerspruchsfrei davon ausgehen, dass da sonst
nichts ist. Auch keine anderen Personen, außer ich nehme sie zufällig gerade
war. "Ich denke, also bist du" lautet also die Devise. Und nur durch meine
Wahrnehmung wird das gesamte Universum überhaupt geschaffen. Und es ist
relativ klein, und du bist momentan nicht Teil davon. Pech. Du existierst
halt grad nicht. Es wär jetzt natürlich absurd jemandem zu schreiben, der
nicht existiert, aber andererseits: Soll ich jemandem schreiben, den ich
gerade sehe?
Zum ersten: Beweist mir mal das Gegenteil. Vor allem weil ihr laut Statut 2
gar nicht real seid, sondern nur Produkte meiner Phantasie. Damit ist jedes
Argument das ihr vorbringt, eigentlich von mir erdacht zum Zwecke mich
selbst über meinen göttlichen Status im Unklaren zu lassen. Wieso ich das
mache weiß ich nicht, ich denke aber, dass es dafür schon einen guten Grund
gibt.
Aber was zeichnet einen Gott aus? Er sollte was schaffen, möglichst ein
Universum, sollte idealerweise omnipräsent, allwissend, allmächtig und
unsterblich sein (wobei letzteres ja auch nur Omnipräsenz in der Zeit ist)

Der große Göttertest (wär eine tolle Show):
Kandidat Maus schafft durch seine Wahrnehmung sein Universum. Da es nur
existiert wenn er es wahrnimmt, ist er in selbigem omnipräsent. Ich weiß
auch alles, was es in diesem Universum zu wissen gibt. Alles was ich nicht
weiß, sondern jemand anderer in diesem Universum, muss ebenfalls meinem
Wissen angerechnet werden, da der andere auch nur meiner Phantasie wegen
existiert. Bei der Allmacht haperts, da muss ich mich mit Statut IIIb)
absichern, aber einen Mangel an Unsterblichkeit kann man mir zu meinen
Lebzeiten nicht nachweisen. Dann noch Extrapunkte wegen dem weitsichtigen 4
Punkt. Alles in allem: 85/100 möglichen Punkten. Kann Jehova da mithalten?
Der ist ja auch nicht allmächtig, da es ja freien Willen gibt.

Der Haken dieser Religion: Die natürliche Größe der Kirchengemeinschaft ist
Eins. Da niemand sonst existiert ist das ein Universalitätsanspruch.
Durch die "s wird aus dem Statut aber eine Aussage, die jeder treffen kann,
also auch für jeden gelten kann, auch wenn ich weiß das es ihn nicht
gibt (dieser letzte Teilsatz wird in der Folge als awiwdeing abgekürzt)
Ein anderer Gläubiger, awiwdeing, ist Gott und zwar nach den selben Regeln
die für mich gelten. Er (awiwdeing) muss eigentlich nichts tun, er muss
sowieso ständig sein eigenes Universum schöpfen, was eh schon harte Arbeit
ist.
Jenseits gibts keins, da er (awiwdeing) Zeit seines (nicht existenten) Lebens
unsterblich ist.

Somit ist meine Religion allen anderen überlegen. Wissenschaftlich ist
nichts zu widerlegen (wers probiert ist eh nicht existent), sie gibt
Menschen das beruhigende Gefühl ein etwas wehrloser Gott zu sein und erlaubt
ihnen, den Tod zu verdrängen. Nachfolgereligionen die auf das Erfolgsrezept
aufbauen wollen kriegens mit S4 zu tun. Ein Verstoß gegen eines der Statuten
wird übrigens mit bloßer Nichtexistenz bestraft.

Aye, jetzt reichts erst mal.





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drugstore cowboy / 05.09.2005 22:46  Alle Postings auflisten
contra rambo, pro divisionen ;-)´
Ennio Morricone / 26.08.2005 17:27
Maria Magdalena
ich bin ma sicher jesus hat sich wie sein vater aufgeführt und Maria Magdalena geschwängert- nur hat er aus den fehlern seines vaters gelernt und hat die alte beseite gschafft...
Scholem Alejchem / 26.08.2005 16:42  Webpage  E-Mail  Alle Postings auflisten
Lasst doch dem Genie seinen Namen selbst aussuchen
Er ist originell, lustig und genial. Daher nicht notwendigerweise verbesserungswürdig durch Aussenstehende.

Mach einfach nur so weiter.
der Kosmoprolet (pro Rhiz) / 26.08.2005 04:36
ich schließ mich der Einfacheit halber
der Fr. Direktorin an und sag, dass Mausovitsch einfach besser wäre, wenn er sich eben so nennen würde.
Ich schließe mich gern der Meinung von Frauen an und ich halte das, zu meiner eigenen Überraschung, nicht im geringsten für einen Fehltritt ;-)
AustriAnarchist / 26.08.2005 04:45
Jöö...
da is ja auch noch wer online...
i tendier eher zu Subcomandante Mausolo!
aba des is ja seine eigene entscheidung... newoah?
der Kosmoprolet / 26.08.2005 18:40
Re: Jöö...
4:36 ist aber auch eine wahrhaft unchristliche Zeit. Da sollte man die Pfoten besser von der Tastatur lassen :-)
Mausder Maus / 27.08.2005 02:15
Maus
Ich glaub ich bleib bei Maus.
Weil sich Mausovic am Logo nicht ausgehen würde...
AustriAnarchist / 25.08.2005 15:44
JAAAAAA!
J A A A A A ! ! !
MEEEEHR!!!
Scholem Alejchem / 24.08.2005 19:27
Grins
anonyma les@ / 24.08.2005 13:54
öfters updaten, bitte!

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